Im Oktober 2025 startete das FNR-Verbundvorhaben AGrandBuild – Untersuchung des Nutzungspotentials von Küstentannenholz (Abies grandis (DOUGL. EX D. DON) LINDL.) als klimaresistente Alternative zur Substitution von Fichtenholz (Picea abies KARST.) in lastabtragenden Holzbauprodukten und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Ziel des unter dem Lead der TH Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe durchgeführten Forschungsprojektes ist es, das Nutzungspotentials von Küstentannenholz zu untersuchen mit dem Ziel eine hochwertige Nutzung von Küstentannenholz im Bauwesen zu etablieren, um klimabedingten Herausforderungen und einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigem Holzbau gerecht zu werden.
Die Verknappung von Fichtenholz, bedingt durch den Klimawandel, macht es notwendig klimaresiliente Alternativen zur Deckung der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen, biobasierten Baumaterialien zu untersuchen. Das Projekt „AGrandBuild“ befasst sich mit den Verwendungspotentialen des Holzes der Küstentanne in lastabtragenden Holzbauprodukten. Bisher ist in Deutschland lediglich die Nutzung von Küstentannenholz nordamerikanischer Holzherkunft (USA, Kanada) für tragende Zwecke über das „Hemfir“- Sortiment zulässig. Das Ziel des Projekts ist es, die Verwendbarkeit des Küstentannenholzes aus deutscher Herkunft auf Basis deutscher Festigkeitssortiernorm zu prüfen und eine Einstufung in EN 1912 vorzubereiten, um langfristig die holzbasierte Rohstoffversorgung im Bauwesen sicherzustellen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden Rundholzeigenschaften, Sortierkriterien, die Eignung für verklebte Bauprodukte sowie materialtechnische Modelle erforscht. So soll die Küstentanne als leistungsfähiger, biobasierter Baustoff der Zukunft etabliert werden.
Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert.
Bildquelle: Wald und Holz NRW/Dr. Lukas Emmerich

