Ein äußerst positives Resümee lässt dich aus dem Kick-Off-Workshop zum EFRE-Projekt „Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz“, der am 21.04.2026 im Zentrum HOLZ in Olsberg stattfand, ziehen.
Mehr als 50 Akteurinnen und Akteure – vornehmlich aus Südwestfalen und Nordrhein-Westfalen, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich – folgten der Einladung des Informations- und Demonstrationszentrum Holz e.V., dem die Projektkoordination obliegt.
Die Begrüßung der Teilnehmenden erfolgte durch Patrick Potthoff, Bürgermeister der Stadt Olsberg und zugleich erster Vorsitzender des I.D. Holz e.V., der betonte: „Mit dem heutigen Kick-Off-Workshop zum EFRE-Projekt „Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz“ im Zentrum HOLZ in Olsberg setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des Bauens. Denn der Fokus der kommenden Jahre liegt auf der Weiterentwicklung der Nutzung des Roh- und Werkstoffes Holz in unserer Region – ökologisch, wirtschaftlich und nachhaltig. Damit verbunden ist auch ein großes Potenzial für zusätzliche Wertschöpfung, neue Arbeitsplätze und eine langfristige Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft.“
Vertreten waren unter anderem folgende Branchen:
- Holzindustrie (Holzbau, Holzwerkstoffe, Sägeindustrie, Handel, Holzfensterbau)
- Zimmererhandwerk
- Forschung/ Wissenschaft/ Lehre/ Bildung (Ausbildungszentren des Handwerks, Hochschulen, Forschungseinrichtungen)
- Verbände (IHK, Ingenieurkammer, Handwerkskammern, Zimmererverbände, ProHolzfenster)
- Forstwirtschaft
- Planung (Tragwerksplanung, Ingenieurbüro, Bauplanung)
- Verwaltung (Städte, Gemeinden, Kreise)
- Regionalentwicklung
- Wohnungswirtschaft
- Befestigungstechnik und Verbindungsmittel
- Nachhaltigkeitsberatung
Durch die Vielfalt der vertretenen Branchen entstand ein intensiver und gewinnbringender Austausch, aus dem ein umfangreiches Spektrum an Bedarfen der Teilnehmenden an das kreislaufgerechte Bauen mit Holz und Umsetzungsperspektiven dieser herausgearbeitet werden konnten.
Das große Interesse unterstreicht, dass die Wichtigkeit des Themas über alle Branchen hinweg an Dringlichkeit gewinnt: die Emissionen und den Ressourcenverbrauch in der Bauwirtschaft zu minimieren sowie auch zukünftig den Rohstoff Holz durch kreislauffähige Bauweisen als zentrale Strategie für nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaschutz sicherzustellen. Im Workshop wurde dabei nicht nur der Handlungsbedarf deutlich, sondern ebenso die hohe Bereitschaft aller Beteiligten, aktiv einen Beitrag zur Bauwende zu leisten.
Inspiriert wurde die Workshopphase, welche an fünf Stationen in Form eines World Cafés durchgeführt wurde, durch drei Impulsvorträge:
- Christina Freese (Concular): Zirkuläres Bauen in der Praxis: „Südwestfalen als Modellregion für kreislaufgerechtes Bauen mit Holz“
- Kai Lambertz (Gesellschaft für Klimaschutz München): Zertifizierung „Zirkuläres Produkt“ für den Holzbau & Zertifizierte CO2-Speicherung im Holzbau
- Jana Bauer (Hochschule Düsseldorf): EFRE-Projekt second bau – Kompetenzzentrum für zirkuläre(s) Handwerk und Bauwirtschaft
Die fünf Stationen des World Cafés, die in heterogenen Gruppen durchlaufen wurden, fokussierten sich dabei auf:
- Wertschöpfungsketten
- Ausbildung/Lehre/Wissenstransfer (Rückbau sowie Neubau)
- Technische und praktische Umsetzung
- Rückbauprojekt
- Zirkuläres Bauen im Ländlichen Raum (studio jetzt.transformation gestalten)
Nächste Schritte im Projekt
Der Workshop lieferte zahlreiche Impulse für den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten sowie wertvolle Anregungen für den Wissenstransfer beim Rückbau und Neubau. Das Leitmotiv „Lernen aus dem Bestand für den Neubau“ konnte dadurch weiter geschärft werden.
Zudem wurden konkrete Ansätze zur praktischen Umsetzung diskutiert, darunter:
- Produktentwicklungen
- Rücknahmesysteme
- normative Rahmenbedingungen
- Planungsprozesse
- Vergabeverfahren
Auch für die Umsetzung des geplanten Rückbauprojekts konnten hilfreiche Hinweise und Denkanstöße aufgenommen werden.
Die gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage, um die nächsten Projektschritte zu definieren und zentrale Fokusthemen herauszuarbeiten.
Bereits jetzt zeigt sich: Aufgrund der Vielzahl relevanter Fragestellungen wird eine klare Schwerpunktsetzung entscheidend sein. Ziel ist es, realistische Maßnahmen umzusetzen, Entwicklungen anzustoßen und einen möglichst großen Mehrwert für den Cluster Forst und Holz, den Holzbau und sowie die Wertschöpfungsketten in der Region zu schaffen.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen und vor allem die beeindruckende Beteiligung der Teilnehmenden haben deutlich gezeigt, dass das Thema kreislaufgerechtes Bauen mit Holz branchenübergreifend an Bedeutung gewinnt.
Aktuelle Informationen zum Projekt gibt es fortlaufend über die Social-Media-Kanäle und unter: Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz – Zentrum HOLZ
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für den engagierten Austausch und die wertvollen Beiträge!









Bildquelle: PK-Media Consulting GmbH

