Olsberg. Das Projekt „Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz“ ging im Oktober 2025 mit Rückenwind in die nächste Phase: die Region Südwestfalen soll zur Modellregion für kreislaufgerechtes Bauen mit Holz werden. Dafür arbeiten das Informations- und Demonstrationszentrum Holz e.V. (I.D. HOLZ) aus Olsberg und 16 Partnerorganisationen eng zusammen. Die Verantwortlichen des Projekts „Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz“ erhielten am Dienstag, 30.09.2025 den Zuwendungsbescheid von der Bezirksregierung Arnsberg.
Stützpfeiler des Projekts sind das in Olsberg-Steinhelle ansässige Zentrum HOLZ und das Netzwerk „Cluster I.D. HOLZ e.V.“. Ziel ist es, neue Wertschöpfungsketten für den kreislaufgerechten Holzbau zu erschließen und die regionale Wirtschaftskraft zu stärken. Bürgermeister Wolfgang Fischer, der dem Projekt als scheidender Vorsitzender des I.D. HOLZ e.V. eng verbunden war, betont in der letzten von ihm geleiteten Mitgliederversammlung: „Das Bauen mit Holz ist Teil der regionalen Südwestfalen-DNA. Mit dem im Oktober 2025 gestarteten REGIONALE-Projekt zum kreislaufgerechten Bauen mit Holz werden der I.D. HOLZ e.V. und seine Partner die Region Südwestfalen als Vorreiter für die Nutzung des nachwachsenden Roh- und Werkstoffes Holz weiterentwickeln.“
480.000 Euro Fördermittel
Seit der Auszeichnung mit dem ersten Stern hat sich das Projekt „Bauen mit Holz“ stets weiterentwickelt. Zur Umsetzung wurde das Projekt jetzt mit 480.000 Euro aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert.
„Von „klein nach groß“ werden wir praktisch umsetzen und darstellen, wie die Erschließung neuer Wertschöpfungsketten im Holzbau durch eine nachhaltige, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft gelingt“, sagt Dr. Stefanie Wieland, stellvertretende Vorsitzende des I.D. Holz e.V. in Olsberg. Dr. Lukas Emmerich, Clustermanager des I.D. Holz e.V. am Zentrum Holz (Olsberg) sieht mit dem lang ersehnten Projektstart deutliche Perspektiven für die Modellregion: „Wir können die Innovationen im Holzbau weiter vorantreiben.“
Tests im Reallabor
Wie man die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf die komplette Wertschöpfungskette der Holzbaubranche übertragen kann, soll in einem Reallabor getestet werden. Das Motto: Lernen aus dem Bestand für den Neubau. Dazu werden die Projektverantwortlichen eine repräsentative Holzbaukonstruktion (z.B. ein Dachstuhlelement) und die verwendeten Techniken in bestehenden Gebäuden in den Blick nehmen – sowohl in privaten und öffentlichen Gebäuden wie auch in Gewerbe- und Industriebauten. Auf dieser Basis wird anschließend getestet, wie schon in der Planung von Gebäuden eine Wiederverwertung von verbauten Holzteilen mitgedacht werden kann. Ziel ist es, die Wiederverwertung verbauter Holzteile bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.
Neu im Team: Frau Fenge unterstützt ab sofort das Projekt Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz

Frauke Fenge hat an der Universität Hamburg und der Technische Universität Dresden Holztechnologie und Holzwirtschaft studiert und hierbei ein breites Wissen im Bereich Holzindustrie und Holzbau erworben. Die letzten 5 Jahre war sie in der Industrie bei einem Brettsperrholzhersteller in leitender Funktion tätig und hat im Rahmen ihrer Tätigkeiten auch bereits das Zentrum HOLZ in Olsberg kennengelernt. Frau Fenge bringt langjährige Erfahrung in der Projektkoordination mit und wird uns als Projektleiterin dabei unterstützen das Projekt kreislaufgerechtes Bauen mit Holz erfolgreich umzusetzen. Wir freuen uns, sie für unser Team gewonnen zu haben und wünschen ihr einen schönen Start!
Rückbauprojekte gesucht
Sie planen den Umbau einer Halle, die Sanierung eines Dachstuhls oder Bauen andere Gebäude um? Dann melden Sie sich bei uns (stefanie.wieland@id-holz-nrw.de). Wir suchen Rückbauobjekte deren Bauteile (Sparren, BSH-Träger, KVH etc.) wir im Rahmen des Projekts „Kreislaufgerechtes Bauen mit Holz“ rückbauen und für die Wiederverwendung untersuchen und aufbereiten können.



